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– Rezension
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Presse Zeitung Itzehoe Nov. 2011

Begeisterten im Studio
Mit der “Delta Mood Jazzband” hielten drei schneidige Herren Einzug ins Studio des Theater Itzehoe. Die Musiker aus Hamburg und Göttingen überzeugten mit Professionalität und Frische.
Silke Peter, Vorsitzende des Jazz-Clubs Itzehoe, kündigte sie als Jazz-Junioren an, ins Rampenlicht traten gestandene Profi-Musiker, zugegebenermaßen jünger als der Publikumsdurchschnitt im gut besuchten Studio. Zum zweiten Mal zu Gast und unter anderem am Kulturhof als Lehrer aktiv: Ralf Böcker (Klarinette/Saxofon) aus Hamburg. Er führte souverän durch den Abend, der sich speziell dem Jazz der 20-er und 30-er Jahre widmete. Dafür hatte er Bernd Kappe, Schlagzeug, und Gregor Kilian am Klavier dazu geholt.

Gleich beim ersten Stück “Sweet Georgia Brown” begannen im Publikum die Füße zu wippen. Und sie hörten eigentlich nicht mehr damit auf. Mal erinnerte die Musik an die Untermalung alter Stummfilme, mal durchzog ein Hauch Klezmer die Melodie. Immer wieder begeisterten die erfrischende Spielweise, die Freude am Zusammenspiel und die zahlreichen Soloparts. Wohltuend ehrlich und schnörkellos erklang dabei Ralf Böcker an Klarinette oder Saxofon. Am vom Jazz-Club bereit gestellten Flügel saß als Jüngster der Band Gregor Kilian, dessen musikalischer Schwerpunkt, Ragtime und Boogie-Woogie, voll zum Zuge kam. Der Spaßfaktor kam vom Schlagzeuger: Bernd Knappe, erkältet und ständig Tabletten lutschend, bewies er nicht nur Drummer-, sondern auch schauspielerische Qualitäten. Das Publikum bedankte sich nach gut zweieinhalb Stunden mit stehendem Applaus.

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